Seniorenbund Reutte & Umgebung

Führung durch die Südtiroler Siedlung in Reutte mit Besichtigung der Schauwohnung

Termin: Donnerstag, 26. März 2026

Beginn: 14:00 Uhr bei der Südtiroler Apotheke, Dauer ca. 90 Minuten

Kosten: pro Teilnehmer € 10,– (Mitglieder des Museumsvereins € 5,–)

Mindestteilnehmerzahl: 8 Personen

Anmeldung: bis 24.03.2026 beim Obmann Ernst Hornstein (0664 1322791, E-Mail: obmann@sb-Reutte.at, per E-Mail obmann@sb-reutte.at) oder hier über unsere Homepage.

Erinnerungsort Südtiroler Siedlung – Eine geplante Heimat?

Am 23.6.1939 beschließen das NS-Regime und das faschistische Italien in der „Berliner Vereinbarung“ die Umsiedlung der „Volks- und Reichsdeutschen“ Bevölkerung Südtirols. Von 250.000 Südtiroler*innen optieren ca. 86% und davon verlassen etwas 75.000 ihre Heimat. Für die Umsiedler muss Wohnraum geschaffen werden. Unter dem Namen Sondermaßnahme „S“ startet ein Bauprogramm. In Tirol werden 22 Gemeinden als Ziel für die Ansiedlung von Südtiroler Umsiedlern ausgewählt. Kriterien dafür sind ein bereits bedeutender Mangel an Wohnraum und vorhandene Arbeitsplätze. Als Standort für die Siedlung in Reutte wird das „Kleinfeldele“ festgelegt. Es ist in der Nähe des Ortszentrums und daher leicht erschließbar.

18 Häuser mit 155 Wohnungen werden errichtet. Die Gesamtwohnfläche beträgt 8.005,9 m². Die Siedlung ist ausgelegt für 600 Personen. Heute ist sie im Besitz der Marktgemeinde Reutte und die nördliche Hälfte steht unter Denkmalschutz.

Ein Erinnerungsort von einst bis heute!

Eine der Wohnungen im Haus Südtiroler Straße 12 wurde vom Museumsverein Reutte in Kooperation mit der Marktgemeinde Reutte rückgebaut und dient als Erinnerungsort. Sie kann im Rahmen von Führungen besucht werden. Hier wird unter anderem die Geschichte der Südtiroler Siedlung in Reutte dokumentiert.